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Thema: Killerspiel Diskussion

  1. #1
    Silverone befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Avatar von Silverone
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    Killerspiel Diskussion

    Seit dem letzten Amoklauf wird ja mal wieder viel über Killer Spiele geredet.
    Die CDU will jetzt den Verbot von Killerspielen.Das wär aber schwer durchzusetzten, da die meisten wieso im Ausland produziert erden.
    Aber die Verbreitung in Deutschland dürfte möglich sein.

    Die CDU will ja auch noch die USK abschaffen und eine Überprüfung von Computerspielen, das in "rein in staatlicher Hand" liege.

    Was die SPD über die USK sagt
    Nachdem kürzlich bereits die CSU Kritik an der USK äußerte, schließt sich nun auch Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) an. Sachlicher werden die Vorwürfe aber nicht wirklich.

    Einerseits will sie erreichen, dass mehr Spiele als bisher überhaupt nicht in den Handel kommen: "Spiele, in denen Gewalt verherrlicht und Menschen am laufenden Band getötet werden, gehören verboten."

    Sie will zwar nicht behaupten, dass die USK-Tester schlechte Arbeit leisten, allerdings stünde ihnen ihrer Meinung nach viel zu wenig Zeit zur Verfügung.

    Für die 3.000 im letzten Jahr zur Freigabe eingereichten Titel hätten die 50 Tester jeweils nur fünf bis zehn Tage Zeit gehabt. "Bedenkt man, dass ein geübter Spieler 70 bis 100 Stunden an einem Computerspiel sitzt, so kann man sich vorstellen, dass den Testern gar nicht genügend Zeit für ein Spiel bleibt", sagt sie.

    Dadurch gelange man wiederum nicht in höhere Spiellevel, in denen die dargestellte Gewalt laut Kolb noch zunehme. Daher sei es auch fatal, dass ein einmal eingestuftes Spiel nicht mehr vom Markt genommen werden könne.

    Über Sinn und Unsinn dieser Aussagen kann man natürlich streiten. Die Mehrzahl der Spiele lässt sich aber in fünf bis zehn Tagen auf jeden Fall bewältigen - selbst wenn man sich dabei noch Zeit lässt.

    Auch die USK kritisiert gegenüber Spiegel Online ihre Behauptungen: "Wir spielen alle Titel komplett durch. Wir wissen nicht, wie die Ministerin zu der gegenteiligen Einschätzung kommt. Uns hat sie nicht zu unserer Arbeit befragt."

    Kolb will aber nicht unbedingt dafür sorgen, dass die Tester mehr Zeit bekommen. Die Hersteller sollten viel mehr Fragebögen ausfüllen und Details zu Inhalt, Handlung, Aufgaben und gewalttätigen Szenen angeben. Damit könnten die Prüfer anschließend gezielter suchen und entscheiden.

    Besonders erschreckend finde sie, dass die Hersteller durch die Freigabe "eine Art Persilschein" erhalten und ein Spiel offensiv bewerben könnten, wodurch es "das Interesse von Kindern und Jugendlichen wecke". Ihren Angaben zufolge bezeichneten in einer Umfrage zehn Prozent der Zehnjährigen das ab 18 freigegebene Grand Theft Auto IV als ihr Lieblingsspiel.

    Kolb versucht, die Jugendminister der Bundesländer für ihr Anliegen zu gewinnen. "Wenn wir aber dort kein Gehör finden sollten, werde ich das Thema in die Justizministerkonferenz einbringen", sagt sie.
    Ein ist klar, die USK ist schon etwas komisch, wenn Spiele wie Far Cry 2(wo mann Menschen abfackeln kann)GTV 4 oder Dead Space in Deutschland erlauben aber Spiele wie Army of Two nicht. Ich glaub ganz so ernst nehmen sie ihre Arbeit auch nicht oder da steckt jede Menge Geld dahinter.
    Das was die SPD sagt, das mann 70 bis 100 Std an einem Spiel dran ist ist ja auch abzuluter Quatsch das trifft vielleicht 1% der Spiele zu und da sieht mann wieder das die ganzen Politiker auch keine Ahnung haben.

    Mich würde jetzt mal eure zu diesem Thema Interessieren.
    Was denkt ihr über die USK, Killerspiele und unsere Politiker.

  2. #2
    まんだらよん 
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Jetzt betrifft das ganze 'mein' Land auch demnächst noch... =(

    Schweiz: Standesinitiative für ein Verbot von 'Killerspielen'

    23.05.09 - Bei der Schweizer Bundesversammlung ging am Mittwoch eine Standesinitiative ein, die unter anderem ein Verbot von 'Killerspielen' fordert. Der Initiator ist der Kantonsrat von Sankt Gallen.

    Deutschland wird als Vorbild für seine Vorstellungen genannt, wo es ein äußerst strenges Jugendschutzgesetz und Prüfstellen für Computerspiele gebe. Diese sollen seinen Vorstellungen nach auch in der Schweiz eingeführt werden, da sich Selbstverpflichtungen der Händler als nicht wirksam und der sog. 'Brutalo-Artikel' 135 im Strafgesetzbuch als nicht anwendbar erwiesen hätten.

    Der Artikel verbietet u.a. 'eindringliche' Abbildungen 'grausamer Gewalttätigkeiten', sofern sie 'die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen'.

    Ein neues Gesetz soll ausdrücklich die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, das Verkaufen und das Weitergeben von Spielen verbieten, in denen 'grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen zum Spielerfolg beitragen'. Die christlische Partei CVP ist der eigentlicher Urheber der Initiative. Sie hat in Sankt Gallen einen parlamentarischen Vorstoß mit der Begründung eingebracht, dass sich ein 'zunehmender Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten und dem Konsum von Killerspielen'feststellen lassen würde.

    Schon im April hatte der Große Rat von Bern eine ähnliche Initiative vorgelegt. Dahinter steht vor allem der Sozialdemokrat Roland Näf und seine 'Vereinigung gegen mediale Gewalt' (VGMG), in dessen Vorstand auch die SP-Nationalrätin Evi Allemann sitzt. Für den Fall, dass seine Standesinitiative scheitert, hat Näf bereits eine Volksinitiative angekündigt.
    Schweiz: Standesinitiative für ein Verbot von 'Killerspielen'

    23.05.09 - Bei der Schweizer Bundesversammlung ging am Mittwoch eine Standesinitiative ein, die unter anderem ein Verbot von 'Killerspielen' fordert. Der Initiator ist der Kantonsrat von Sankt Gallen.

    Deutschland wird als Vorbild für seine Vorstellungen genannt, wo es ein äußerst strenges Jugendschutzgesetz und Prüfstellen für Computerspiele gebe. Diese sollen seinen Vorstellungen nach auch in der Schweiz eingeführt werden, da sich Selbstverpflichtungen der Händler als nicht wirksam und der sog. 'Brutalo-Artikel' 135 im Strafgesetzbuch als nicht anwendbar erwiesen hätten.

    Der Artikel verbietet u.a. 'eindringliche' Abbildungen 'grausamer Gewalttätigkeiten', sofern sie 'die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen'.

    Ein neues Gesetz soll ausdrücklich die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, das Verkaufen und das Weitergeben von Spielen verbieten, in denen 'grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen zum Spielerfolg beitragen'. Die christlische Partei CVP ist der eigentlicher Urheber der Initiative. Sie hat in Sankt Gallen einen parlamentarischen Vorstoß mit der Begründung eingebracht, dass sich ein 'zunehmender Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten und dem Konsum von Killerspielen'feststellen lassen würde.

    Schon im April hatte der Große Rat von Bern eine ähnliche Initiative vorgelegt. Dahinter steht vor allem der Sozialdemokrat Roland Näf und seine 'Vereinigung gegen mediale Gewalt' (VGMG), in dessen Vorstand auch die SP-Nationalrätin Evi Allemann sitzt. Für den Fall, dass seine Standesinitiative scheitert, hat Näf bereits eine Volksinitiative angekündigt.
    Ganz kurz gesagt: Ich spiele zwar keinerlei 'Killerspiele' und mir persönlich ist egal, ob sie verboten werden, da ich als Spieler nicht betroffen bin. Allerdings finde ich es nicht richtig, mir und anderen mündigen und vernünftigen Menschen vorzuschreiben, was ich mir ansehen darf und was nicht. Fehlt nur noch, dass sie Eishockey und Fussball aus der Zeitung streichen, weil sich da ab und zu mal einer verletzt. Zumal in der Schweiz jedes Wochenende mehr Menschen bei Autounfällen sterben, als in den letzten 20 Jahren durch Amokläufe von 'Killerspiel'-Spielern zusammengezählt. =/

    Medienfreiheit zählt heute leider weniger als plumper Populismus, der dann auch noch funktioniert.

  3. #3
    Link's_Schwertarm ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt Avatar von Link's_Schwertarm
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Deutschland wird als Vorbild für seine Vorstellungen genannt, wo es ein äußerst strenges Jugendschutzgesetz und Prüfstellen für Computerspiele gebe.
    Wenn diese Bevormundung als "Vorbild" gilt, müsste man doch eher am gesunden Menschenverstand zweifeln. Wobei es jetzt nicht soooo schlecht wäre, wenn die Alterskontrollen nicht freiwillig wären wie im Rest von Europa, sondern gesetzlich. Killerspiele gehören nicht in Kinderhände, dies durchzusetzen ist wichtiger als Verbote urchzuringen.



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  4. #4
    Shen wird schon bald berühmt werden Avatar von Shen
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Zitat Zitat von Link's_Schwertarm Beitrag anzeigen
    Wobei es jetzt nicht soooo schlecht wäre, wenn die Alterskontrollen nicht freiwillig wären wie im Rest von Europa, sondern gesetzlich.
    Was meinst Du mit "nicht freiwillig"? Alterskontrollen sind seit 2003 für Händler und Gewerbetreibende gesetzlich vorgeschrieben und können mit bis zu 50000 Euro geahndet werden.
    Guckstu hier und hier.

    Und dass es an der eigentlichen Umsetzung von §12.1 scheitert, wird Dir kein Politiker so klar bestätigen, denn das hieße, dass zuwenig Personal vorhanden wäre, um die bestehenden Gesetze durchzusetzen. Das zu ändern kostet mehr Geld als der USK vorzuwerfen, sie teste schlecht.

  5. #5
    Link's_Schwertarm ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt Avatar von Link's_Schwertarm
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Zitat Zitat von Shen Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit "nicht freiwillig"? Alterskontrollen sind seit 2003 für Händler und Gewerbetreibende gesetzlich vorgeschrieben und können mit bis zu 50000 Euro geahndet werden.
    Guckstu hier und hier.

    Und dass es an der eigentlichen Umsetzung von §12.1 scheitert, wird Dir kein Politiker so klar bestätigen, denn das hieße, dass zuwenig Personal vorhanden wäre, um die bestehenden Gesetze durchzusetzen. Das zu ändern kostet mehr Geld als der USK vorzuwerfen, sie teste schlecht.
    Rede ja davon, dass die Alterseinstufung eben nicht "nur" in Deutschland gesetzlich, sondern auch im Rest von Europa verflichtend ist...

    Aber ich denke, dass ganz scheitert an unterschiedlichen Wertevirstellungen (z.B.: Sex in Spielen)



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  6. #6
    darthdago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast Avatar von darthdago
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Ich möchte mich auch gerne einmal zu dem Thema "Killerspiele" äußern.
    Ich bin nicht dafür, dass Spiele verboten oder auch zensiert werden.
    Was ist mit uns mündigen und normal-denkenden Menschen?
    Warum möchte uns immer jemand bevormunden? (dafür habe ich die nicht gewählt)
    Man sieht mehr Gewalt und Blutvergießen in den täglichen Nachrichten als in einem Spiel.
    Der Ansatz jetzt also Spiele zu verbieten ist komplett falsch.
    Die bisherige Alterskontrolle ist sehr streng und auch soweit vertretbar (bis auf das ewige zensieren und indizieren)!
    Die Kontrolle müsste also viel stärker bei dem Verkauf losgehen.
    Es kann ja nicht sein, dass von 20 getesteten Geschäften nur 3 oder 4 an die Alterskennzeichnung halten.
    Außerdem möchte ich noch anmerken, dass Viedeospiele eine Form der Kunst sind und es nicht erlaubt ist Kunst zu zensieren. (abgesehen von arabischen Ländern, da machen die sogar da eine Zensur)

    Was ist mit Grimms Märchen?
    Warum werden die nicht verboten?
    Die sind so brutal, das ist unmöglich....
    Die werden nicht verboten und sogar Kindern vorgeführt, weil man sagt: Ach das sind nur Märchen, dass ist nicht so schlimm. Das verstehen die Kinder schon, dass man niemanden in einen Ofen schmeißt!!!!

    ACH SO!!!!
    Kinder verstehen das also?!?!
    Na dann ist ja gut liebe Kinder und Jugendschützer.
    Ich hatte schon Angst, dass ich jetzt von Amoklaufenden Kindern in einen Ofen geworfen werde!!

    ABER HALT MAL!!


    Wenn Kinder und Jugendliche soetwas verstehen und angemessen verarbeiten können....
    warum können das dann nicht auch die Erwachsenen????

    Denkt mal darüber nach!!!

    PS: Ihr kennt doch sicherlich den Film "Königreich der Himmel"
    Bei dem Gemetzel habe ich erschrocken feststellen müssen, der ist ja ab 12Jahre....
    Und hier ein Link zu einem lustigen Musikvideo von mir und meinem besten Kumpel!!!

    Bitte darauf achten, die Qualität auf besser einzustellen!

    Und nun viel Spaß!!

    http://de.youtube.com/watch?v=T3ViGbapE5o

  7. #7
    Shen wird schon bald berühmt werden Avatar von Shen
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    AW: Killerspiel Diskussion

    Bei einem Großteil der Diskussionen steht mMn "lediglich" ein klassischer Generationenkonflikt im Mittelpunkt.
    Computerspiele im Allgemeinen und Egoshooter im Speziellen (je nach Diskussion auch Onlinespiele) sind Dinge, die sich vielen Älteren nicht erschließen und somit suspekt sind.
    Man vergleicht die eigene Jugend (die zwar kein Deut besser, aber auf alle Fälle anders) mit der Jugend heute, und bewertet automatisch, dass die eigenen Erfahrungen weitaus prägender waren, als die Jugendkultur heute.
    Mit diesen Vorurteilen lässt sich dann folgende Kausalkette aufbauen, die kaum zu durchbrechen ist:
    Gefühlsmäßig ist die Jugend heute gewaltbereiter...
    ...weil sie andere Dinge tut, die wir damals getan haben...
    ...wir haben Bücher gelesen (oder Fern gesehen), heute wird gezockt...
    ...also ist zocken ein Grund für die Verrohung der Jugend.

    Dass schon seit Platon (und weit davor) diese Diskussion geführt wird (nicht über Killerspiele, sondern über die Verrohung der Jugend) vergessen viele.
    Und da Veränderungen und Neuerungen Ängste auslösen, ist nachvollziehbar, dass ein Teil der Gesellschaft die "neuen" Medien der Jugend aktiv ablehnt.
    Bei den oftmals einseitig berichtenden Medien steht sehr oft auch das Eigeninteresse der Sender/Verlage im Vordergrund. Wer zockt (sei es an PC, Konsole, Handheld etc) schaut weniger fern/liest weniger Zeitung, und durch sinkende Quoten sinken auch die Werbeeinnahmen. Zocken schadet also dem Umsatz. Dann muss das Medium ja verteufelt werden.

    Es ist traurig, dass Toleranz und Kommunikation auf dem Altar des Populismus geopfert werden, so wie gestern, als in Karlsruhe die Intel Friday Night Games abgesagt wurde, die kombiniert mit einer Eltern-Lan der Bundeszentrale für politische Bildung stattfinden sollte. (Die Veranstaltung wurde nicht verboten, aber dem Veranstalter war das Gehabe der Lokalpolitiker zu dumm.)
    Wenn man solche Kommunikationsangebote verstreichen lässt und nicht aufeinander zugeht, wird sich in absehbarer Zeit nichts an den verhärteten Positionen ändern.

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